Kulinarik und Substanz

Wer oder was steckt hinter Final Cooking?

Unser Verein ist wie eine kulinarische Familie

Kulinarische Substanzen

Schon bei den Eltern und Großeltern der Gründer hatte die Kulinarik immer einen sehr hohen Stellenwert. Bedingt durch die Wirrungen der Geschichte, war man geprägt von kulturellen und kulinarischen Erfahrungen und Traditionen. Gemeinsam am Küchentisch essen, war wie ein Ritual. Er war immer der Mittelpunkt. Bei Tisch sprachen “die Alten” häufiger über die kargen Zeiten ihrer Kindheitserinnerungen, über die (damalige) Vielfalt frischer Speisen und Gerichte und andere kulinarische Themen, die einen prägen. Wenn die Gastronomie eine Rolle spielte, so wurden ursprüngliche Lokale aufgesucht. Es wurde sehr bewusst täglich frisch und mit Lebensmitteln gekocht, die keine Zutatenliste benötigten.
In der Familie kochen und gemeinsam zu Essen, hatte immer höchsten Stellenwert. Das gilt auch für die Tischkultur und die Wertschätzung der Lebensmittel, die uns bis heute prägt. Es gabt immer etwas regionales, oder Klassiker aus dem nahen Ausland, wie Polen, England oder Frankreich. Auch Innereien, wie Rinderleber mit rohen Zwiebeln, haben wir schon als Kinder gerne gegessen. Und immer spielte frischer Meeresfisch am Tisch eine große Rolle. Er war günstig, schnell zubereitet, gesund und unfassbar schmackhaft. Wir hatten Gewohnheiten und Regeln, tolle Feste, viel Freude daran und ja, das hat uns geprägt.
Aber die einfachen Lebensmittel von damals, sind heute Luxuszutaten. Wo ist die kulinarische Substanz der einzelnen Regionen geblieben? Wo der Anspruch, wo die Vielfalt guter Lebensmittel?

Die letzten Jahrzehnte zeigen einen dramatischen Wandel

Stellen wir uns dem spürbaren Verlust an kulinarischer Substanz

orangen in plastik

Der kulinarische Anspruch der Vergangenheit spiegelt sich beim Lebensmittelhändler und auf vielen Tellern leider nicht mehr wider.

Wechsel von Handarbeit zu Convenience

Viele Haushaltsküchen haben ihre Seele verloren. Statt hausgemachter Saucen und frischer Fonds schmeckt man heute die sterile Gleichförmigkeit von Convenience-Produkten mit langen Zutatenlisten.
Die “Massengastronomie” arbeitet, mittlerweile, oft wie ein Systemgastronom: Statt Brühen selbst anzusetzen, wird auf Instant-Pulver oder fertige Gastro-Kanister zurückgegriffen.

Lieblosigkeit in der Zubereitung

Da wird ein wertvolles Stück Fleisch uninspiriert geschnitten, zubereitet oder serviert. Da ist jede kulinarische Qualität verloren gegangen. Die Ausreden sind monoton: Privat sei es “doch egal“, oder: “man steht unter Zeitdruck” oder die Gastronomie entschuldigt sich damit, “das Personal sei halt ungeschult und anderes sei nicht zu bekommen“.

Zeit- und Kosteneinsparungen, zu Lasten der Qualität

Das Angebot der Lebensmittelhändler ist an Eintönigkeit kaum noch zu überbieten. Immer mehr Märkte aber immer mehr an gleichen Waren. Der Fokus der Food-Giganten hat sich sichtlich von kulinarischer Klasse zu Gewinnmaximierung verschoben. Die einst hochwertigen Lebensmittel wurden durch geschmacksarme Massenware mit langen Zutatenlisten ersetzt.
Daraus wachsen die Probleme auch zuhause in der Küche und in der Gastronomie: Landete früher noch guter Fior di Latte oder echte Büffelmozzarella mit hochwertigen San-Marzano-Tomaten auf der Pizza, liegt jetzt billiger Analogkäse und wässriges Tomatenkonzentrat auf dem (Fertig)-Teig. Nur ein Beispiel: Es hat schon etwas amüsantes, wenn die jüngere Generation über Fertigwürzsaucen von damals lacht um sich zugleich auf jedem Gericht künstliche Industrie-Aromen kippt, die in irgendeiner Form als “Sojasauce” daherkommen und sich als “moderne, gesunde, asiatische, frische Alternative” verkaufen.

Verlust von Balance und Tiefe der Kulinarik

Das Beispiel zeigt: Sojasaucen füllen heute die “Maggi-Lücke” mit computergesteuerter Fließbandware aus riesigen Edelstahltanks. Es ist ein Wandel hin zur seelenlosen Industrie-Uniformität, bei der jedes Gericht weltweit exakt denselben, standardisierten Einheitsgeschmack verpasst bekommt. Gerichte haben ihre geschmackliche Nuancierung und Balance verloren. Fein ausbalancierte Aromen wurden durch eine monotone Überwürzung mit Fertigsaucen und künstlichen Geschmacksverstärkern ersetzt.
Hat ein asiatisches Restaurant noch mit frischen Kräutern wie Zitronengras, Koriander, Ingwer balanciert kochen können. Schmeckt heute jedes Gericht primär nach Glutamat und Sojasauce. Und das Drama daran: Viele Verbraucher haben sich an diesen Industrie-Einheitsgeschmack dermaßen gewöhnt, dass sie für feine Aromen nicht mehr empfänglich sind. Sie wissen zwar welcher Supermarkt die bessere Fertigmarinade auf das Fleisch schmiert, aber nicht, wie man selbst eine schmackhafte Marinade zubereitet.
Nicht das es im Internet an Rezepten dazu mangeln würde. Ganz im Gegenteil.

orangen in plastik

Der kulinarische Anspruch der Vergangenheit spiegelt sich beim Lebensmittelhändler und auf vielen Tellern leider nicht mehr wider.

Der Wechsel von Handarbeit zu Convenience

Viele Haushaltsküchen haben ihre Seele verloren. Statt hausgemachter Saucen und frischer Fonds schmeckt man heute die sterile Gleichförmigkeit von Convenience-Produkten mit langen Zutatenlisten.
Die “Massengastronomie” arbeitet, mittlerweile, oft wie ein Systemgastronom: Statt Brühen selbst anzusetzen, wird auf Instant-Pulver oder fertige Gastro-Kanister zurückgegriffen.

Zeit- und Kosteneinsparungen, zu Lasten der Qualität

Das Angebot der Lebensmittelhändler ist an Eintönigkeit kaum noch zu überbieten. Immer mehr Märkte aber immer mehr an gleichen Waren. Der Fokus der Food-Giganten hat sich sichtlich von kulinarischer Klasse zu Gewinnmaximierung verschoben. Die einst hochwertigen Lebensmittel wurden durch geschmacksarme Massenware mit langen Zutatenlisten ersetzt.
Daraus wachsen die Probleme auch zuhause in der Küche und in der Gastronomie: Landete früher noch guter Fior di Latte oder echte Büffelmozzarella mit hochwertigen San-Marzano-Tomaten auf der Pizza, liegt jetzt billiger Analogkäse und wässriges Tomatenkonzentrat auf dem (Fertig)-Teig. Nur ein Beispiel: Es hat schon etwas amüsantes, wenn die jüngere Generation über Fertigwürzsaucen von damals lacht um sich zugleich auf jedem Gericht künstliche Industrie-Aromen kippt, die in irgendeiner Form als “Sojasauce” daherkommen und sich als “moderne, gesunde, asiatische, frische Alternative” verkaufen.

Lieblosigkeit in der Zubereitung


Da wird ein wertvolles Stück Fleisch uninspiriert geschnitten, zubereitet oder serviert. Da ist jede kulinarische Qualität verloren gegangen. Die Ausreden sind monoton: Privat sei es “doch egal“, oder: “man steht unter Zeitdruck” oder die Gastronomie entschuldigt sich damit, “das Personal sei halt ungeschult und anderes sei nicht zu bekommen“.

Der Verlust von Balance und Tiefe der Kulinarik

Das Beispiel zeigt: Sojasaucen füllen heute die “Maggi-Lücke” mit computergesteuerter Fließbandware aus riesigen Edelstahltanks. Es ist ein Wandel hin zur seelenlosen Industrie-Uniformität, bei der jedes Gericht weltweit exakt denselben, standardisierten Einheitsgeschmack verpasst bekommt. Gerichte haben ihre geschmackliche Nuancierung und Balance verloren. Fein ausbalancierte Aromen wurden durch eine monotone Überwürzung mit Fertigsaucen und künstlichen Geschmacksverstärkern ersetzt.
Hat ein asiatisches Restaurant noch mit frischen Kräutern wie Zitronengras, Koriander, Ingwer balanciert kochen können. Schmeckt heute jedes Gericht primär nach Glutamat und Sojasauce. Und das Drama daran: Viele Verbraucher haben sich an diesen Industrie-Einheitsgeschmack dermaßen gewöhnt, dass sie für feine Aromen nicht mehr empfänglich sind. Sie wissen zwar welcher Supermarkt die bessere Fertigmarinade auf das Fleisch schmiert, aber nicht, wie man selbst eine schmackhafte Marinade zubereitet.
Nicht das es im Internet an Rezepten dazu mangeln würde. Ganz im Gegenteil.

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